Follow-Up-Studie: „10 Jahre Männer in Kindertagesstätten“

Projektkurzbeschreibung

Im Jahre 2010 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Studie „Männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten“ veröffentlicht.

Die im Jahre 2008 gestartete und vom BMFSFJ finanzierte Studie, war der Ausgangspunkt für die  anschließende ebenfalls vom BMFSFJ finanzierte Angliederung einer Koordinationsstelle „Männer in Kitas“ an die Katholische Hochschule für Sozialwesen in Berlin sowie für die 2011 vom BMFSFJ initierte Bundesinitiative „MEHR Männer in Kindertagesstätten.“ 

Das BMFSFJ und die Koordinationsstelle sind mit dem politischen Ziel angetreten, den Männeranteil im Feld der Kindertagesbetreuung (inklusive Ausbildungsorte) zu steigern und damit einen gleichstellungspolitischen Beitrag zu leisten.

Seit Jahren steigt der Männeranteil bundesweit etwa jährlich um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte stetig an. Mittlerweile liegt der Männeranteil bei knapp über 5 % und hat sich damit seit Beginn der Initiative nahezu verdoppelt.

Dessen ungeachtet liegt der Männeranteil in Deutschland weiterhin deutlich unter der seit 1996 erstmals (fach-)politisch geforderten 20%-Marke. Sorge bereiten darüber hinaus die zunehmenden Anforderungen an das Berufsfeld von Außen, die gleichzeitig - zumindest in der Regel - mit einer fachpolitisch nicht ausreichenden Fachkraft-Kind-Relation  und  einer zunehmenden Anzahl  befristeter Arbeitsverhältnisse gerade bei den Berufseinsteiger/innen einhergeht. Beides könnte nach innen und außen zu einer Senkung der Attraktivität des Berufsfeldes (nicht nur) bei Männern führen und den bereits bestehenden Fachkräftemangel noch verschärfen. 

Gegenstand der Studie

Entsprechend der dargelegten Ausgangslage soll die Follow-Up-Studie mittels einer repräsentativen Telefonerhebung und vertiefenden Interviews untersuchen, welche Push- und Pullfaktoren zum Eintritt, zum Verbleib oder dem Verlassen des Feldes der Kindertagesstätte beitragen und untersuchen, wie attraktiv  bzw. unattraktiv die Arbeit in Krippen und Kindertagesstätten eingeschätzt wird.

Des Weiteren soll rekonstruiert werden, ob und wie sich in den letzten Jahren sowohl die Situation von ‚Männern in Kitas‘, als auch die Einstellungen und Einschätzungen zum Thema Gender und Männer in Kitas bei relevanten Akteuren im Berufsfeld verändert haben und wie diese die politische Agenda zum Thema ‚Gender und Männer in Kitas‘ bewerten und einordnen.

Untersucht werden soll außerdem, wie männliche und weibliche Erzieher/-innen die Zusammenarbeit im pädagogischen Arbeitsalltag erleben, in welcher Weise Geschlecht zum Thema wird bzw. frühkindliche Bildung und Pädagogik neu ausgehandelt wird und ob dieser Aushandlungsprozess auf die Geschlechterbilder der männlichen und weiblichen Erzieher/innen zurückwirkt.

Die Studie wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin (KHSB) durchgeführt. Sie wird Prof. Dr. Carsten Wippermann (DELTA – Institut für Sozial- und Ökologieforschung Penzberg) als Kooperationspartner mit der quantitativen Erhebung beauftragen.

Kontakt

Michael Cremers
030/501010937
cremers(at)koordination-maennerinkitas.de

links

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