21.05.2015

Ewald Heckl

In der Ausbildung an Fachakademien (Fachschulen) sollte die Genderthematik eine Querschnittsaufgabe sein.

Foto: Wolfgang Bellwinkel. Copyright: Koordinationsstelle "Männer in Kitas".

Ewald Heckl ist Dozent an der Fachakademie für Sozialpädagogik an der Beruflichen Schule der Stadt Nürnberg. Er ist Mitglied unseres Expert/innen-Pools, einer Gruppe von Personen, die Fortbildungen, Vorträge und Workshops zum Thema ‚Männer in Kitas‘ anbieten.

Was finden Sie wichtig am Thema „Männer in Kitas“?

Ich finde wichtig, dass dieses Thema breiter in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Ich finde wichtig, dass es nicht auf eine Diskussion hinausläuft: Wer macht es besser? Ich bin hier mit Prof. Dr. Holger Brandes von der Tandem-Studie der Evangelischen Hochschule Dresden einer Meinung: Männer machen es nicht besser, sondern anders!
Im Vordergrund sollte die Erkenntnis stehen, dass (mehr) Männer in Kitas die Entwicklungsmöglichkeiten und die Erfahrungsräume der Kinder erweitern und somit einer vorzeitigen Rollenstereotypisierung entgegenwirken können.

Was wünschen Sie sich für die weitere Entwicklung und Verstetigung des Themas? Was müsste getan werden?

In der Ausbildung an Fachakademien/Fachschulen sollte die Genderthematik eine Querschnittsaufgabe sein.
Die Träger sollten Fortbildungen zur Genderthematik anbieten. Wir machen sehr positive Erfahrung mit den Fortbildungen beim Jugendamt der Stadt Nürnberg für Kita-MitarbeiterInnen.
Die Internetplattform hilft das Thema präsent zu halten!

Was sind Ihre Arbeitsschwerpunkte?

Meine Arbeitsschwerpunkte sind momentan „Gender in der Ausbildung“ als Dozent und Praxisbetreuung an der Fachakademie für Sozialpädagogik der Stadt Nürnberg und Fortbildungen zur Genderthematik in der Praxis im Tandem mit einer Kollegin.

Vielen Dank für das Interview!